Und eine weitere Men’s Fitness Ausgabe mit von mir gemachten Fotos.
Wieder MMA und Fitness Tips von Franco de Leonardis, Arena Aschaffenburg.
Archive for the ‘In den Medien’ Category
Men’s Fitness 02/2013 – Noch mehr Bilder in Printform
Mittwoch, Januar 16th, 2013Men’s Fitness 01/2013 – Bilder von mir publiziert
Mittwoch, Januar 16th, 2013In der Men’s Fitness Ausgabe 01/2013 findet ihr auf Seite 68-71 Fotos die ich gemacht habe.
Im Print leider mit einem Fehler, als Fotograf wird da leider ein anderer genannt. Datein wurden vertauscht…
Interessanter Artikel von Franco de Leonardis, Arena Aschaffenburg.
Hier mal eine Übersicht, allerdings nicht hochauflösend, dafür erwerbt bitte die Printausgabe.
Bericht über “Waiting” am 12.06.2011 im Berliner Tagesspiegel
Donnerstag, Juni 16th, 2011
Die Frankfurter Band Breitenbach hat ein barrierefreies Musikvideo gedreht. „Waiting“ heißt der Song, bei dem Gebärdenkünstler den Text interpretieren.
Bässe in Bewegung – Von Anna Pataczek
Wenn Toby, Pogo und Robby zu einem Konzertauftritt durch halb Deutschland touren, dann läuft auf der langen Fahrt meistens früher oder später ein Lied von Herbert Grönemeyer im Radio, bei dem sich die Rockband immer wundern muss: „Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist / wenn der Boden unter den Füßen bebt / dann vergisst sie, dass sie taub ist.“ Der Song ist von 1983. „Und es ist doch komisch, dass seitdem niemanden darauf angesprungen ist“, findet Toby Brei- tenbach, der Bandleader. Dass niemand auf diese eine Idee kam, vor ihnen.
Die Frankfurter Band Breiten- bach hat ein barrierefreies Musikvideo gedreht – das erste in Deutschland. „Waiting“ heißt der Song, im Clip sind nicht nur die Musiker zu sehen sondern auch vier gehörlose Gebärdenkünstler. Sie interpretieren den Text, den Toby Breitenbach singt.
Auf den ersten Blick ist es ein Musikvideo in typischer MTV- Optik: Die Band spielt vor grellen Lichterwänden. Die Haare fliegen im Wind, der Schlagzeuger schmeißt sich nach vorne und nach hinten. Tattoos blitzen auf. Eine Hand am Griffbrett. Schein- werfer. Wer aber genau hinschaut, sieht die zwei grauen Punkte in den unteren Ecken, das sind die sogenannten Beat-Punkte. Sie geben den 4/4-Takt an. Am oberen Bildrand gibt es eine Leiste für Gitarre, Bass und Schlagzeug. Hüpfende Säulen – die „Soundbars“ – visualisieren die Lautstärke der einzelnen Instrumente.
Auf die Idee zu dem Video kam Max Heidenfelder. Er war damals am Ende seines Film-Studiums und auf der Suche nach einem Abschlussprojekt. Ein Musikvideo sollte es werden, das war klar. Gemeinsam mit der Band Breitenbach suchte er sich die schnelle Nummer „Waiting“ aus. Als er über die Umsetzung nachdachte, fragte er sich: Wie kann man eigentlich Musik verbildlichen, nicht nur den Inhalt des Textes? So stieß Heidenfelder auf die Gebärdensprache. In den USA gebe es bereits ein paar Videos dazu, sagt er, aber das seien meist Gehörlose, die vor ihrem heimischen Computer zur Musik aus den Boxen gebärden.
Heidenfelder wollte es professioneller, moderner. „Es war ein Abenteuer“, sagt Band-Leader Toby, 32. Er hat bereits als Gitarrist in Japan und Korea gearbeitet, war in viele Studio- und Bandprojekte involviert. Doch nun kam et- was völlig Neues in seiner Musikerkarriere dazu: Er und seine Bandmitglieder lernten einige Liedzeilen in Gebärdensprache. Dem Regisseur Heidenfelder war das wichtig. „Ich wollte, dass man gar nicht richtig erkennen kann, wer hier wer ist. Es sollte keine Unterschiede geben.“ Toby, Pogo und Robby halten Zeigefinger und Daumen auf die Brust gerichtet, während die andere Hand herbeiwinkt: „Just keep waiting“, heißt das.
Warten musste auch Max Heidenfelder. Er hatte es sich nicht so schwer vorgestellt, Experten für dieses Projekt zu gewinnen, die ihm das nötige Wissen beibringen und im Video auftreten wollten. Er stieß bei Gehörlosen anfangs auf viel Skepsis. „Ich glaube, sie hatten Angst für unsere Zwecke ausgenutzt zu werden.“ Es hatte sich doch sonst noch niemand für ihre Belange interessiert.
Heidenfelder traf dann auf die junge Filmproduzentin und Journalistin Anna-Lilja Häfele aus Hamburg. Sie kann hören, beherrscht aber die Gebärdensprache und hat sich in diesem Bereich spezialisiert. Mit ihr castete Heidenfelder die vier „Performer“, wie er sie nennt. Es sind junge Männer und Frauen, die mit ihrem ganzen Körper die harten Gitarrenriffs und treibenden Bässe um- setzen. Ihre Gesten sind expressiv, rockig eben.
Von Skepsis ist inzwischen keine Spur mehr. Das Video läuft in der Ausstellung „Dialog im Stillen“ im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Die Band wird von Gehörlosen-Verbänden für Konzerte angefragt, vier Mal hat sie bereits mit einem der Dolmetscher aus dem Clip auf der Bühne gestanden. Beim ersten Mal hat- ten die Jungs von Breitenbach gar keinen Merchandising-Stand aufgebaut – und waren am Ende sehr überrascht, als etliche aus dem Publikum nach einer CD fragten.
Das Video zu „Waiting“ wurde bereits fast 46 000 Mal auf You-
tube angeklickt. Die Kommentare geben den Musikern und dem Filmemacher recht: „Unglaublich. Ihr habt echt das Unmögliche geschafft“, schreibt DitaDaisy. Und RenaChan393 findet: „Großartig. Ich habe viele Gehörlose in mei- ner Familie. Werde es gleich mor- gen meiner Mutter zeigen. Ich wünsche mir viel mehr davon.“ Ignorama kommentiert: „Ich bekomm’ Gänsehaut, wenn ich das hör und sehe.“
Max Heidenfelder kennt dieses Gefühl. Er hatte das Video zum Test in einem Zentrum für Gehörlose vorgeführt. Er beobachtete die Zuschauer, dann fiel der Blick auf ihre Fußspitzen. Sie wippten. „Das hat mich wirklich überwältigt.“ Es war das Zeichen: Das Video funktioniert.
Heidenfelder musste filmerisch dazu lernen. Er wollte schnelle Schnitte, ungewöhnliche Perspektiven. Doch schnell war klar: Wenn der Text verständlich sein soll, dann fallen verschiedene Einstellungen flach. „Manchmal kommt es bei einer Gebärde ja auf ganz kleine Details an, auf irgendeine Fingerspitze“, erklärt der junge Regisseur. „Die kann ich dann natürlich nicht abschneiden.“
Heidenfelder und die Band wünschen sich, dass ihr Projekt viele Nachahmer findet. Sie wollen jedenfalls nachlegen. Warum er sich denn auf eine Randgruppe spezialisiere, wurde Heidenfelder schon mal gefragt. Das kann er nicht ver- stehen und antwortet dann: „Ich mache doch nichts für Randgruppen, ich mache etwas für alle.“
Frankfurter Neue Presse, Mittwoch 23.02.2011 Kino ohne Barrieren
Mittwoch, Februar 23rd, 2011
Danke an Anja Prechel von der Frankfurter neuen Presse!
FNP, Mittwoch 23.02.2011
Max macht Kino ohne Barrieren
Der Frankfurter organisiert den ersten Kinoabend für Gehörlose
Max Heidenfelder ist froh. So froh, einen guten Film bekommen zu haben. Es hätte ja auch ein B- oder C-Movie sein können. Stattdessen ist es «True Grit», der oscarnominierte Western mit Jeff Bridges und Matt Damon. Morgen läuft der Streifen in den deutschen Kinos an. Warum also freut sich Heidenfelder so? Weil er ihn am Sonntag nach dem Deutschlandstart ins Kino bringt. Für Gehörlose. Das hat’s bisher noch nicht gegeben.
Kino für Gehörlose. Klingt nicht kompliziert. Ist es auch nicht. Dennoch gab’s bisher kein passendes Angebot. Warum? «Weil es in Deutschland viel zu wenig Originalfilme mit Untertiteln gibt», sagt Max Heidenfelder, der Frankfurter. In Deutschland wird nahezu alles synchronisiert, Gehörlose haben keine Chance, internationale Filme im Kino zu sehen. «Sie können keine fremde Sprache von den Lippen ablesen.» Bei deutschen Filmen würde das noch funktionieren. Dennoch: Die werden erst recht nicht mit Untertiteln angeboten. «Weil sich die Filmverleihe keine Gedanken über Hörgeschädigte machen.»
Max Heidenfelder schon. Er ist 25, er arbeitet als Kameramann und Cutter. Er ist nicht gehörlos. Woher kommt sein Engagement? «Zufall», sagt er. Für seine Abschlussarbeit am SAE-Institut für Film und Multimedia hat er den ersten Videoclip für Gehörlose gedreht. Nicht mit Untertiteln, so wäre die Übung einfach gewesen. Sondern mit einer Dolmetscherin, die den Song «Waiting» von der Band Breitenbach in Gebärdensprache übersetzt. Und auch die Musik ist optisch dargestellt. Ein grauer Punkt am Bildrand gibt den Takt an, Diagramme zeigen die Dynamik von Gitarre, Bass und Schlagzeug. «Fummelarbeit war das», sagt Max. Im vergangenen Sommer hat er das Video fertiggestellt – es läuft inzwischen in der Endlosschleife im Museum für Kommunikation. Seitdem lässt ihn das Thema gehörlos nicht mehr los. «Wer schlecht oder gar nichts hört, ist von so vielen Dingen ausgeschlossen», sagt Max. «Blindheit trennt von den Dingen, Taubheit von den Menschen», stellte die taubblinde US-Schriftstellerin Helen Keller schon vor mehr als 100 Jahren fest.
Die Idee des barrierefreien Kinoabends war schnell geboren. Auch bei den Filmtheatern stieß Heidenfelder auf offene Ohren. Allerdings nicht in Frankfurt – hier zeigte man bisher kein Interesse an seinem Projekt – sondern in Darmstadt. Nur die Suche nach dem Film dauerte lange. Der Berlinale sei Dank hat er ihn jetzt gefunden. «Dort werden Originale mit Untertiteln gezeigt», sagt Max. Da hat er zugegriffen. «Kommt das barrierefreie Angebot gut an, wird es vielleicht eine regelmäßige Reihe geben», sagt Max. Vielleicht auch in Frankfurt. Bedarf gibt es genug: In Hessen leben über 12 000 Menschen mit einer schweren Hörbehinderung. Und: «Barrierefrei geht noch viel weiter – wir wollen Kino nicht ausschließlich für Gehörlose machen, sondern auch für Gehbehinderte oder Blinde», sagt Max.
Jetzt kommt erstmal der barrierefreie Kinoabend im Cinemaxx Darmstadt (Goebelstraße 11). Los geht’s am Sonntag, den 27.2. um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 8,90 Euro. Mit dabei ist die Band Breitenbach, deren Live-Auftritt von einer Gebärden-Dolmetscherin übersetzt wird.
Ein Bericht über “Waiting” im SAE Magazin
Mittwoch, Oktober 6th, 2010“Waiting” hat es auf das Cover sowie auf 4 Seiten, plus eine halbe im Frankfurt-Teil, des SAE Magazin geschafft.
Hier der Link zu dem kompletten Magazin als PDF:
SAE Magazin 2-2010

