Archive for the ‘in der Zeitung’ Category

beyond-words im aktuellen Frizz Magazin Frankfurt (8/12)

Freitag, August 3rd, 2012

beyond words - Im Frizz Magazin Frankfurt auf Seite 4

Frizz Magazin FFM Ausgabe 8/12, Aktikel auf Seite 4 über beyond-words, Bilder von Max Heidenfelder

Text aus dem Artikel:
Hübsches Model, das sich da mit einer wirklich außergewöhnlichen Schalkreation präsentiert. So hübsch und außergewöhnlich, dass wir beide hiermit vorstellen möchten. Das besondere am Model: Sie ist zugleich die Designerin der Fashionteile von beyondwords, zudem Mama einer 7-jährigen Tochter, die einfach mehr wollte als bei Rewe einkaufen, Wäsche waschen, Hausaufgaben betreuen und Kinderbücher vorlesen. Die 31-jährige Frankfurterin Nadia Wittmann arbeitet Teilzeit in einer Werbeagentur, ihr kreatives Potenzial ist mit dem „Muttijob“ nicht mal ansatzweise erschöpft. Nadia fand an der Nähmaschine ihre ganz persönliche Herausforderung, „die mich nicht wie eine vertrocknete Mutter-Rosine verkümmern lässt und mit der ich Frauen ganz einfach ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann.“ Die individuell tragbaren Kapuzenschals von beyondwords sind bunt und sportlich und elegant, vor allem aber ausgefallen, und verleihen der Trägerin einen ganz besonderen Style. „Die Stoffe für meine Modelle – z.B. Kisses – kaufe ich nach Gefühl“, erzählt Nadia. Auch für Kinder sind Schals in Arbeit. beyondwords, das sind generationsübergreifende, wandelbare Textilien für den besonderen Geschmack.

-Download Frizz Magazin 8/12 (als PDF)-

-Link zum Webauftritt des Frizz Magazins-

Bericht über “Waiting” am 12.06.2011 im Berliner Tagesspiegel

Donnerstag, Juni 16th, 2011

Foto vom Tagesspiegel

-Link zum PDF Download-

Die Frankfurter Band Breitenbach hat ein barrierefreies Musikvideo gedreht. „Waiting“ heißt der Song, bei dem Gebärdenkünstler den Text interpretieren.

Bässe in Bewegung – Von Anna Pataczek

Wenn Toby, Pogo und Robby zu einem Konzertauftritt durch halb Deutschland touren, dann läuft auf der langen Fahrt meistens früher oder später ein Lied von Herbert Grönemeyer im Radio, bei dem sich die Rockband immer wundern muss: „Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist / wenn der Boden unter den Füßen bebt / dann vergisst sie, dass sie taub ist.“ Der Song ist von 1983. „Und es ist doch komisch, dass seitdem niemanden darauf angesprungen ist“, findet Toby Brei- tenbach, der Bandleader. Dass niemand auf diese eine Idee kam, vor ihnen.
Die Frankfurter Band Breiten- bach hat ein barrierefreies Musikvideo gedreht – das erste in Deutschland. „Waiting“ heißt der Song, im Clip sind nicht nur die Musiker zu sehen sondern auch vier gehörlose Gebärdenkünstler. Sie interpretieren den Text, den Toby Breitenbach singt.
Auf den ersten Blick ist es ein Musikvideo in typischer MTV- Optik: Die Band spielt vor grellen Lichterwänden. Die Haare fliegen im Wind, der Schlagzeuger schmeißt sich nach vorne und nach hinten. Tattoos blitzen auf. Eine Hand am Griffbrett. Schein- werfer. Wer aber genau hinschaut, sieht die zwei grauen Punkte in den unteren Ecken, das sind die sogenannten Beat-Punkte. Sie geben den 4/4-Takt an. Am oberen Bildrand gibt es eine Leiste für Gitarre, Bass und Schlagzeug. Hüpfende Säulen – die „Soundbars“ – visualisieren die Lautstärke der einzelnen Instrumente.
Auf die Idee zu dem Video kam Max Heidenfelder. Er war damals am Ende seines Film-Studiums und auf der Suche nach einem Abschlussprojekt. Ein Musikvideo sollte es werden, das war klar. Gemeinsam mit der Band Breitenbach suchte er sich die schnelle Nummer „Waiting“ aus. Als er über die Umsetzung nachdachte, fragte er sich: Wie kann man eigentlich Musik verbildlichen, nicht nur den Inhalt des Textes? So stieß Heidenfelder auf die Gebärdensprache. In den USA gebe es bereits ein paar Videos dazu, sagt er, aber das seien meist Gehörlose, die vor ihrem heimischen Computer zur Musik aus den Boxen gebärden.
Heidenfelder wollte es professioneller, moderner. „Es war ein Abenteuer“, sagt Band-Leader Toby, 32. Er hat bereits als Gitarrist in Japan und Korea gearbeitet, war in viele Studio- und Bandprojekte involviert. Doch nun kam et- was völlig Neues in seiner Musikerkarriere dazu: Er und seine Bandmitglieder lernten einige Liedzeilen in Gebärdensprache. Dem Regisseur Heidenfelder war das wichtig. „Ich wollte, dass man gar nicht richtig erkennen kann, wer hier wer ist. Es sollte keine Unterschiede geben.“ Toby, Pogo und Robby halten Zeigefinger und Daumen auf die Brust gerichtet, während die andere Hand herbeiwinkt: „Just keep waiting“, heißt das.
Warten musste auch Max Heidenfelder. Er hatte es sich nicht so schwer vorgestellt, Experten für dieses Projekt zu gewinnen, die ihm das nötige Wissen beibringen und im Video auftreten wollten. Er stieß bei Gehörlosen anfangs auf viel Skepsis. „Ich glaube, sie hatten Angst für unsere Zwecke ausgenutzt zu werden.“ Es hatte sich doch sonst noch niemand für ihre Belange interessiert.
Heidenfelder traf dann auf die junge Filmproduzentin und Journalistin Anna-Lilja Häfele aus Hamburg. Sie kann hören, beherrscht aber die Gebärdensprache und hat sich in diesem Bereich spezialisiert. Mit ihr castete Heidenfelder die vier „Performer“, wie er sie nennt. Es sind junge Männer und Frauen, die mit ihrem ganzen Körper die harten Gitarrenriffs und treibenden Bässe um- setzen. Ihre Gesten sind expressiv, rockig eben.
Von Skepsis ist inzwischen keine Spur mehr. Das Video läuft in der Ausstellung „Dialog im Stillen“ im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Die Band wird von Gehörlosen-Verbänden für Konzerte angefragt, vier Mal hat sie bereits mit einem der Dolmetscher aus dem Clip auf der Bühne gestanden. Beim ersten Mal hat- ten die Jungs von Breitenbach gar keinen Merchandising-Stand aufgebaut – und waren am Ende sehr überrascht, als etliche aus dem Publikum nach einer CD fragten.
Das Video zu „Waiting“ wurde bereits fast 46 000 Mal auf You-
tube angeklickt. Die Kommentare geben den Musikern und dem Filmemacher recht: „Unglaublich. Ihr habt echt das Unmögliche geschafft“, schreibt DitaDaisy. Und RenaChan393 findet: „Großartig. Ich habe viele Gehörlose in mei- ner Familie. Werde es gleich mor- gen meiner Mutter zeigen. Ich wünsche mir viel mehr davon.“ Ignorama kommentiert: „Ich bekomm’ Gänsehaut, wenn ich das hör und sehe.“
Max Heidenfelder kennt dieses Gefühl. Er hatte das Video zum Test in einem Zentrum für Gehörlose vorgeführt. Er beobachtete die Zuschauer, dann fiel der Blick auf ihre Fußspitzen. Sie wippten. „Das hat mich wirklich überwältigt.“ Es war das Zeichen: Das Video funktioniert.
Heidenfelder musste filmerisch dazu lernen. Er wollte schnelle Schnitte, ungewöhnliche Perspektiven. Doch schnell war klar: Wenn der Text verständlich sein soll, dann fallen verschiedene Einstellungen flach. „Manchmal kommt es bei einer Gebärde ja auf ganz kleine Details an, auf irgendeine Fingerspitze“, erklärt der junge Regisseur. „Die kann ich dann natürlich nicht abschneiden.“
Heidenfelder und die Band wünschen sich, dass ihr Projekt viele Nachahmer findet. Sie wollen jedenfalls nachlegen. Warum er sich denn auf eine Randgruppe spezialisiere, wurde Heidenfelder schon mal gefragt. Das kann er nicht ver- stehen und antwortet dann: „Ich mache doch nichts für Randgruppen, ich mache etwas für alle.“

Frankfurter Neue Presse, Mittwoch 23.02.2011 Kino ohne Barrieren

Mittwoch, Februar 23rd, 2011

Der erste Tag von Waiting in der Ausstellung Dialog im Stillen im Museum für Kommunikation

Danke an Anja Prechel von der Frankfurter neuen Presse!

FNP, Mittwoch 23.02.2011
Max macht Kino ohne Barrieren
Der Frankfurter organisiert den ersten Kinoabend für Gehörlose

Max Heidenfelder ist froh. So froh, einen guten Film bekommen zu haben. Es hätte ja auch ein B- oder C-Movie sein können. Stattdessen ist es «True Grit», der oscarnominierte Western mit Jeff Bridges und Matt Damon. Morgen läuft der Streifen in den deutschen Kinos an. Warum also freut sich Heidenfelder so? Weil er ihn am Sonntag nach dem Deutschlandstart ins Kino bringt. Für Gehörlose. Das hat’s bisher noch nicht gegeben.

Kino für Gehörlose. Klingt nicht kompliziert. Ist es auch nicht. Dennoch gab’s bisher kein passendes Angebot. Warum? «Weil es in Deutschland viel zu wenig Originalfilme mit Untertiteln gibt», sagt Max Heidenfelder, der Frankfurter. In Deutschland wird nahezu alles synchronisiert, Gehörlose haben keine Chance, internationale Filme im Kino zu sehen. «Sie können keine fremde Sprache von den Lippen ablesen.» Bei deutschen Filmen würde das noch funktionieren. Dennoch: Die werden erst recht nicht mit Untertiteln angeboten. «Weil sich die Filmverleihe keine Gedanken über Hörgeschädigte machen.»

Max Heidenfelder schon. Er ist 25, er arbeitet als Kameramann und Cutter. Er ist nicht gehörlos. Woher kommt sein Engagement? «Zufall», sagt er. Für seine Abschlussarbeit am SAE-Institut für Film und Multimedia hat er den ersten Videoclip für Gehörlose gedreht. Nicht mit Untertiteln, so wäre die Übung einfach gewesen. Sondern mit einer Dolmetscherin, die den Song «Waiting» von der Band Breitenbach in Gebärdensprache übersetzt. Und auch die Musik ist optisch dargestellt. Ein grauer Punkt am Bildrand gibt den Takt an, Diagramme zeigen die Dynamik von Gitarre, Bass und Schlagzeug. «Fummelarbeit war das», sagt Max. Im vergangenen Sommer hat er das Video fertiggestellt – es läuft inzwischen in der Endlosschleife im Museum für Kommunikation. Seitdem lässt ihn das Thema gehörlos nicht mehr los. «Wer schlecht oder gar nichts hört, ist von so vielen Dingen ausgeschlossen», sagt Max. «Blindheit trennt von den Dingen, Taubheit von den Menschen», stellte die taubblinde US-Schriftstellerin Helen Keller schon vor mehr als 100 Jahren fest.

Die Idee des barrierefreien Kinoabends war schnell geboren. Auch bei den Filmtheatern stieß Heidenfelder auf offene Ohren. Allerdings nicht in Frankfurt – hier zeigte man bisher kein Interesse an seinem Projekt – sondern in Darmstadt. Nur die Suche nach dem Film dauerte lange. Der Berlinale sei Dank hat er ihn jetzt gefunden. «Dort werden Originale mit Untertiteln gezeigt», sagt Max. Da hat er zugegriffen. «Kommt das barrierefreie Angebot gut an, wird es vielleicht eine regelmäßige Reihe geben», sagt Max. Vielleicht auch in Frankfurt. Bedarf gibt es genug: In Hessen leben über 12 000 Menschen mit einer schweren Hörbehinderung. Und: «Barrierefrei geht noch viel weiter – wir wollen Kino nicht ausschließlich für Gehörlose machen, sondern auch für Gehbehinderte oder Blinde», sagt Max.

Jetzt kommt erstmal der barrierefreie Kinoabend im Cinemaxx Darmstadt (Goebelstraße 11). Los geht’s am Sonntag, den 27.2. um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 8,90 Euro. Mit dabei ist die Band Breitenbach, deren Live-Auftritt von einer Gebärden-Dolmetscherin übersetzt wird.

“Waiting” in der Frankfurter Neuen Presse (05.07.2010) von Sabine Börchers

Freitag, Juli 16th, 2010

Frankfurter Neue Presse - Musik für Gehörlose

Frankfurter Neue Presse am 05.07.2010 von Sabine Börchers

HIER: Link zum Onlinebericht

Frankfurt. Ein Musikvideo für Gehörlose – wie geht das denn? Das fragten sich alle, denen Max Heidenfelder von seinem Projekt erzählte. Jetzt können sie sich selbst ein Bild davon machen. Heidenfelders Video schlägt seit Donnerstag Wellen auf YouTube, wurde schon mehr als 4000 mal angeklickt und hat reichlich Fans auf Facebook – gehörlose und hörende.

Denn der Frankfurter Kameramann hat nicht einfach ein Video mit Untertiteln versehen. In dem Film zum Titel «Waiting» der Band Breitenbach zeigen dazu Dolmetscher und die Musiker den Text in Gebärdensprache. Und selbst die Musik wird optisch umgesetzt – mit einem grauen Punkt am Bildrand, der den Takt angibt und Diagrammen, die die Dynamik von Gitarre, Bass und Schlagzeug zeigen. «Die sind wie Untertitel für die Musik. Das war viel Fummelarbeit, weil es sowas noch nicht gab», sagt Max Heidenfelder.
Er hat mit seiner Abschlussarbeit fürs Studium am SAE-Institut für Film und Multimedia Neuland betreten. Das merkte er, als er versuchte, Gehörlose fürs Video zu finden. Wenige trauten ihm die Umsetzung zu. Schließlich fand er Anna–Lilja Häfele als gebärdensprachliche Produktionsassistentin und vier gehörlose Gebärdenkünstler.

Ein halbes Jahr arbeitete Heidenfelder an seinem Film, finanzierte alles selbst, bekam nur die Halle für den Dreh von Ardi Goldman gestellt. Jetzt kommt von allen Seiten Lob – von seiner Schule, seinen Freunden aber auch von Stefan Keller vom Landesverband der Gehörlosen Hessen. «Ich hoffe dass es solche Projekte öfter gibt, denn auch taube Menschen haben das Bedürfnis nach Informationen des Medienalltags.» Max Heidenfelder will jedenfalls weitermachen. «Dies war nur ein Testprojekt. Ich hoffe, wir bekommen jetzt mehr Unterstützung.»

Bericht über Wakesurfen auf dem Main in der Frankfurter neuen Presse

Freitag, Juli 16th, 2010

Frankfurter Neue Presse - Surfen auf dem Main

Frankfurter Neue Presse am 12.07.2010 Artikel von Julia Rösch
“Spaß auf der prefekten Welle”
HIER der Link zum online Bericht…

Frankfurter Neue Presse - Surfen auf dem Main

Frankfurter Neue Presse - Surfen auf dem Main

Fotos von: Martin Weis

Surfen, wo keine Wellen sind, hinter einem Boot, zu dem es keine Verbindung gibt: Das ist das Prinzip vom Wakesurfing. Und das funktioniert auch auf dem Main.

Frankfurt. Die Welle hinter dem Boot ist perfekt. Lang, nicht zu hoch und auch nicht zu schaumig. Max Heidenfelder (25), athletisch, mit «Frankfurt»-Tattoo an der linken Wade, kniet am Heck, das Surfbrett in die Hand. Rund 20 Kilometer pro Stunde schnell fährt das rotweiße Sportboot, doch auf dem Wasser wirkt das Tempo flotter, die Uferböschung fliegt vorbei. Max drückt das Brett auf die Welle und dann geht alles ganz schnell: Er steigt drauf, schwankt kurz, findet sein Gleichgewicht und surft auf der «Wake», dem Kielwasser. Ohne Seil, ohne Verbindung zum Boot vor ihm. Das ist Wakesurfing.

Der Sport kommt aus dem Mutterland der schnellen Boote und coolen Surfer: Amerika. Von dort schwappte er mit anderen Wake-Variationen über den Atlantik. Der Vorteil beim Wakesurfing oder Wakeboarding (letzteres ist im Prinzip das Gleiche, nur mit Seilverbindung zum Boot, ähnlich wie Wasserski) liegt auf der Hand: Wassersportfreunde können auf Wellen reiten, auch wenn es die im Main gar nicht gibt.

Der Spaß kostet pro Stunde zirka 60 Euro und steht und fällt mit dem richtigen Boot und Kontakten zu Leuten, die so ein Gefährt besitzen. Wakeboote sind speziell ausgestattet und auf Beschleunigung ausgelegt. Das rotweiße Modell von Max‘ Kumpel Knut etwa hat 340 PS unter der Haube und fährt bis zu 80 Kilometer in der Stunde. Außerdem hat es einen Wellenantrieb, also keine Schraube am Heck. Das ist wichtig für die Sicherheit der Surfer, erklärt Max. «Sonst ist die Gefahr viel zu groß, in die sich drehende Schraube zu gelangen und sich zu verletzen.»

Aber selbst diese technische Ausstattung allein genügt nicht. Bevor der Wellenrausch losgeht, muss das Boot beschwert werden. Viel Tiefgang soll es haben, dann werden die Wellen dahinter auch richtig schön groß. Die richtige Verteilung des Ballasts ist eine Wissenschaft für sich, ebenso, wie sich die Mitfahrer im Innenraum verteilen. Denn wo sie sitzen, beeinflusst ebenfalls, ob die «Wake» etwas taugt oder nicht.

Nachteil: Hohes Gewicht lässt den Benzinverbrauch in die Höhe schnellen. Deswegen gibt es viele Bootbesitzer, die nur gegen Spritkostenbeteiligung Surffreunde auf ihrem Kielwasser reiten lassen.

Spektakuläre Tricks wie beim Wakeboarding, wo die Sportler an der Leine ganze Saltos schlagen, gibt es beim Wakesurfing weniger. «Der Spaß steht im Vordergrund», findet Max. «Auf dem Board stehen und von den Wellen getragen werden, das ist doch absolut lässig.» Mit Wasserski hat er angefangen, im Amerika-Urlaub versuchte er dann das Wakesurfing und war sofort begeistert. Allerdings ist der Sport kaum in Vereinen organisiert, obwohl er auch für Surfanfänger relativ leicht zu erlernen ist. Hinzu kommt, dass im Main nur in einem begrenzten Abschnitt Wakesport betrieben werden darf – zwischen Fechenheimer Brücke und Rumpenheimer Fähre. «Und da muss man auf Ruderer aufpassen, die können durch die Wellen schnell umgeworfen werden.»
Wer beim Wakesurfing einen kühlen Kopf behält – eine Schwimmweste trägt und mindestens zwei weitere Personen im Boot sitzen hat, die Obacht geben –, dem kann nicht viel passieren. Eine gefährliche und verbotene Variante allerdings ist das «Teak dragging», bei dem mit dem ganzen Körper in der «Wake» ohne Schwimmweste gesurft wird. Bei der starken Motorbeanspruchung entsteht viel Kohlenmonoxid, das der Surfer direkt ins Gesicht bekommt und einatmet – Vergiftungen sind die Folge.

Theoretisch besteht diese Gefahr auch beim Wakesurfing. Doch meistens ist die Entfernung zum Boot groß genug und länger als fünf Minuten am Stück schaffen es ohnehin viele nicht, auf der Welle zu bleiben. Max jedenfalls genießt jeden Moment auf dem Brett. «Das ist ein bisschen wie Urlaub», sagt er, bringt sein Surfbrett in Position und wartet auf die perfekte «Wake».

Wer Wakesurfer in Aktion sehen möchte, kann bei gutem Wetter beim Sportboothafen Mainkur, Frankfurter Landstraße 99, vorbeischauen. Außerdem bieten einige private Wassersportschulen den Sport an. Infos über Technik, Anbieter und gute Fahrgebiete gibt es auf http://www.wakesurfen.de und http://www.wakesport-deutschland.de.